Landesverband Sachsen e.V.
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Seniorpartner in School

Bildungsbegleitung wird in Einzelgesprächen durchgeführt

grafik zum einzelgesprächIllustration zur Bildungsbegleitung: Der Weg vom An­liegen über die Stärken und Visionen zu Zielen und kleinen machbaren und überschaubaren Vor­haben.

  • Bildungsbegleitung bedeutet, den Kindern und Jugendlichen früh­zeitig zu helfen, ihre Stärken zu entdecken und Visionen zu ent­wickeln.
  • Die Seniorpartner begleiten Schülerinnen und Schüler mit Pro­ble­men und Konflikt­situationen in Schule und Umfeld durch hel­fen­de Ein­zel­ge­spräche. Sie geben Hilfe zur Selbst­hilfe und stärken damit die per­sönliche und soziale Kompetenz der jungen Menschen.
  • In das Hilfsangebot können Eltern und Schule einbezogen werden, wenn Planungs­gespräche mit diesen gewünscht werden und der zu Un­ter­stüt­zen­de seine Zustimmung gibt.
  • Die Grundlagen der Bildungsbegleitung - Rolle der Bildungs­be­glei­ter, Em­pathie, konstruktive Kom­munikation, Mög­lich­keiten und Gren­zen der Arbeit in der Schule - werden in einer zwei­tägigen Zusatz­qualifizierung im Anschluss an die Basis­weiter­bildung Me­di­a­tion er­worben.
  • Ein weiteres optionales eintägiges Zusatzmodul ver­mit­telt Kennt­nis­se in Anti-Mobbing-Techniken.

 

Sie sind Eltern und wollen wissen, was die Seniorpartner machen:

Bei allen Personenbezeichnungen sind immer beide Geschlechter gemeint.

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Welche fachliche Qualifikation haben die Seniorpartner?

Die Seniorpartner erhalten eine Aus­bildung in Schul­mediation (80 Stunden), Bildungs­be­gleitung (ziel­führende Einzel­gesprä­che, 16 Stunden) und fakultativ Anti-Mob­bing-Tech­niken (8 Stunden) durch berufs­mäßige, vom Ver­band aus­ge­wählte Trainer. Sie er­lernen ver­schie­dene Kom­muni­kations- und Inter­ven­tions­techniken an­zu­wenden. Eine sehr wichtige Basis ist die acht­same Kom­munika­tion (auch als gewalt­freie Kom­muni­kation be­kannt). In der 1,5-jährigen Praxis­phase (als Teil der Aus­bildung) werden die Senior­partner mit 20 Stun­den Super­vision/Kollegiale Fall­be­ratung be­gleitet. Außer­dem orga­nisiert der Ver­band regel­mäßig Fort­bil­dungen zu schul- und jugend­relevanten Themen.

Mit welchen Problemen können die Schüler zu den Seniorpartnern gehen?

Die Arbeit der Seniorpartner ist ein ergän­zendes Angebot im Unter­stützungs­netz­werk der Schule. Die Senior­partner haben die Zeit, die Lehrern oft­mals im Schulalltag fehlt.

Die Seniorpartner helfen bei akuten oder schwe­lenden Kon­flikten zwi­schen Schülern. Sie unter­stützen sie dabei, eigene Lösun­gen zu finden und zu er­proben. Gelöste Kon­flikte öffnen und er­leich­tern die Schüler, sie kön­nen sich wieder auf das Lernen kon­zen­trieren. Das ent­lastet Lehr­kräfte und redu­ziert die Konflikt­häufig­keit im Unter­richt. Das soziale Klima wird ver­bes­sert und die kom­muni­kativen und sozialen Kom­pe­tenzen der Schüler (Worte finden für Situa­tionen und Ge­fühle, Empathie und die Bereit­schaft, sich in sich und in andere einzu­fühlen) werden gefördert.

Schüler mit besonders heraus­fordern­den sozialen Bezie­hungen in oder außer­halb der Schule kön­nen auch allein zu den Senior­partnern kom­men. Sie hel­fen dem Schüler, seine eigenen Ge­fühle und Bedürf­nisse zu erken­nen und einen neuen Weg im Um­gang mit seinem Problem zu finden.

Einige Schüler sind ent­mutigt und sehen nur ihre eigenen Defizite. In Einzel­ge­sprächen erkun­den die Senior­partner mit diesen Schülern ihre Fähig­keiten und Stär­ken und helfen ihnen, lohnende Ziele zu finden. Sie planen und ver­ein­baren mit ihnen kleine mach­bare und über­schau­bare Vor­haben, die in Nach­folge­ge­sprächen reflektiert und be­gleitet werden.

Die Einzel­gespräche werden bei den Senior­partnern Bildungsbegleitung genannt.

Warum finden die Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern während der Unterrichtszeit statt?

In den Gesprächen werden die Schüler über das Er­ken­nen ihrer Gefühle und Be­dürf­nisse zu eige­nen Lösun­gen ge­führt. Er­fahrungs­ge­mäß dauert das ca. 20 bis 45 Minuten, manch­mal sind auch mehrere Ge­sprä­che not­wendig. Des­halb sind die Pausen in der Regel für Konflikt­ge­spräche zu kurz und kön­nen dann von den Schüler­innen und Schülern nicht mehr als Er­holungs- und Ent­lastungs­funktion genutzt werden.

Bei der Abwägung zwischen Unterrichts­be­teiligung oder Konflikt­klärung ist zu be­denken, dass ein Schüler durch die ihn belas­tenden Kon­flikte dem Unter­richt meist ohnehin nicht mehr folgen kann.

Werde ich darüber informiert, wenn mein Kind bei den Seniorpartnern war?

Für den Erfolg der Gespräche bei den Senior­partnern ist ein gutes Ver­trauens­verhältnis un­ver­zicht­bar. Des­halb sichern die Senior­partner den Schülern Ver­trau­lichkeit zu. Die In­halte der Ge­spräche unter­liegen der Dis­kretion und werden nur mit Zu­stim­mung aller betei­ligten Schüler an dritte Personen weiter­gegeben.

Kann ich bei dem Gespräch mit den Seniorpartnern dabei sein?

Die Vertraulichkeit des Gesprächs hat Vor­rang. Wenn der Schüler es wünscht, wer­den die Senior­partner Sie zu dem Ge­spräch dazu bitten.

Kann ich meinem Kind untersagen, zu den Seniorpartnern zu gehen?

Das Angebot von SiS ist mit der Schule in einem Ver­trag ge­regelt und wird durch die Schule den Eltern zur Kennt­nis ge­geben. Sollten Sie als Eltern das Be­ratungs­an­gebot der Senior­partner für ihr Kind nicht wün­schen, dann sprechen Sie mit Ihrem Kind da­rüber und teilen Sie das der Schule mit. Viel­leicht sprechen Sie ein­mal mit anderen Eltern, deren Kind schon bei den Senior­partnern war.

Wie läuft so ein Mediationsgespräch ab ? - Hier ist ein Video

 Ein Raum für gute Lösungen -  Wie läuft so ein Mediations­ge­spräch bei den Senior­partnern ab - ein Lehrfilm der SiS-Trainerin Barbara Knuth

end faq

 

Wertewandel und Orientierungsverlust gefährden die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

schueler gewaltGewalt in der Schule

 

Instabile Lebens- und Beziehungsformen, intensiver Konsum von negativen Medienangeboten, wachsender Leistungsdruck und Unsicherheiten in Erziehung und häuslichem Umfeld erschweren vielen jungen Menschen den Erwerb einer angemessenen sozialen Orientierung in unserer Gesellschaft.

Sie sind in Ihren Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten eingeschränkt und sehen sich vor Herausforderungen und Risiken gestellt, die sich besonders in Schule, Freizeit und Übergang in den Beruf auswirken. Die Folgen sind vielfältig: Schulversagen, Rückzug in virtuelle Lebenswelten, körperliche und verbale Gewalt, unkontrollierte Nutzung digitaler Medien, Anfälligkeit für Verführungen, Ausgrenzung.

 

Seniorpartner in School e.V. bietet Hilfe zur Selbsthilfe für Schülerinnen und Schüler in herausfordernden Situationen.

sis-plakat-schuleSiS-Plakat in einer Schule

 

  • Wir ergänzen das schulinterne Angebot für Schülerinnen und Schüler und unterstützen das Beratungsnetzwerk der Schule.
  • Wir entwickeln in Mediationsgesprächen mit den jungen Menschen Wege zu einer gewaltfreien Lösung ihrer Konflikte.
  • Wir geben in einem kooperativen Begleitprozess bedürfnis- und res­­­sourcenorientierte Hilfe zur Selbsthilfe.
  • Wir realisieren lösungsorientierte Einzelgespräche und Anti-Mobbing-Projekte.
  • Wir achten und unterstützen die persönlichen Stärken der Schülerinnen und Schüler und ermutigen sie, selbstverantwortlich zu entscheiden und zu handeln.
  • Wir praktizieren einen achtsamen und wertschätzenden Umgang miteinander.
  • Wir engagieren uns freiwillig.

 

So entwickelte sich Seniorpartner in School e.V.

Unter dem Eindruck des demografischen Wandels, der zunehmenden Abgrenzung der Generationen untereinander und dem Wunsch der Menschen in der 3. Lebensphase nach sinnvoller freiwilliger Betätigung für die Gesellschaft entwickelte Christiane Richter ihr Projekt Junge Alte – Partner der Jugend.

2001

Gründung von Seniorpartner in School e.V. in Berlin

2006

christiane richter verleihung bv

 

Christiane Richter erhält für ihre vorbildliche Idee und deren beispielhafte Umsetzung das Bundesverdienstkreuz

 

 

 

 

ab 2006

Gründung von Landesverbänden in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein

2008

Gründung des Landesverbandes in Sachsen

2009

Gründung der Landesverbandes in Rheinland-Pfalz

März 2009

Gründung des Bundesverbandes Seniorpartner in School e.V. mit Unterstützung des Generali Zukunftfonds

2010

Gründung der Landesverbände in Hamburg und Bayern

2012

Gründung des Landesverbandes in Thüringen

2013

Gründung des Landesverbandes in Sachsen-Anhalt

2015

Gründung des Landesverbandes in Mecklenburg-Vorpommern

2016

Gründung des Landesverbandes in Bremen

2017

Der Landesverband Sachsen-Anhalt hat sich aufgelöst. Der Bundesverband strebt eine Neugründung an.